BIKE Festival Riva’18 – Teaser & Zusammenschau: von c_g

Immerhin 45.000 Besucher zählte das BIKE Festival in Riva dieses Jahr wieder. Wir waren für euch ebenfalls dort.

So liebe Leser, das BIKE Festival’18 in Riva als Season Opener in Europa ist vorbei und wir sind mit einer Menge an Neuheiten, neuer Testprodukte und Fahreindrücken von brandneuen Bikes zurück. Während ich noch dabei bin die hunderte von Bildern und Seiten von Notizen durchzugehen um euch in der kommenden Zeit in gewohnter Weis zu berichten – hier schon mal eine kleine Vor- oder besser Zusammenschau vom BIKE Festival’18 Riva. Im Vordergrund standen natürlich die erst kürzlich vorgestellten neuen 29er.

*********************************************************************
CUBE Stereo one50 29

  

 Ein echtes Highlight  für mich war dabei das neue Arbeitsgerät des CUBE Action Teams, das brandneue CUBE Stereo one50 29. Das neue EWS-bike von Greg Callaghan, das optisch dem letztes Jahr vorgestellten Stereo 140 27,5 folgt, ist gegenüber dem Vorgängermodell, dem mir bestens bekannten Stern 140 29, in allen Belangen modernisiert worden. Neben einer absolut zeitgemäßen Geometrie wenn auch nicht übermäßig progressiven Geo (mehr dazu später) hat man die Kinematik ordentlich überarbeitet, die Rahmensteifigkeit erhöht und dem Bike auch etwas mehr Federweg spendiert – 150 mm am Heck und EWS-würdige 160 mm an der Front.
Erfreulicherweise  hatte ich die Gelegenheit das Bike in seiner aktuellen Top-Version, dem Stereo one50 C:68 TM 29 auf eine spannende Ausfahrt mitzunehmen und dabei erste Eindrücke zu sammeln. Und ich kann euch sagen, das Bike hat mich in mehr als nur einem Bereich überrascht. Mehr dazu in ein paar Tagen.

*********************************************************************
PROPAIN Hugene 29er

Das PROPAIN Hugene als erstes 29er der Ravensburger Marke ist ja erst zum BIKE Festival vorgestellt worden und war für mich gerade deswegen einer der interessanteren 29er Neuzugänge des Jahres. Wie funktioniert der Pro10 Hinterbau an dem Bike auf dem Trail. Wie verhält sich die moderne, aber nur mäßig aggressive Geometrie (sieh Intro hier) im Zusammenspiel mit dem doch ordentlichen Federweg von 150 mm an der Front und 130 m am Heck? Abgesehen davon ist das Eugene optisch mit seinem wunderschön geformten Carbonrahmen und der in das Rahmendreieck integrierten Kinematik sowieso ein Knaller und kann mit einer für die VKs erstklassigen Ausstattung sofort Punkte sammeln.
Mit all den Features war es natürlich klar, dass das PROPAIN Eugene ganz weit vorne auf der Liste der Bikes, die ich fahren wollte. Auch es hat geklappt – oben im Bild seht ihr das Topmodell Hugene Highend auf der kurzen testrunde auf den Brione .

*********************************************************************
STOLL T1 Trail

Eines der ästhetisch schönsten und sicher auch exklusivsten Bikes auf dem Festival ist mit Sicherheit das schweizer STOLL T1 Trail. Besonders ist dabei aber nicht nur die Formgebung und eigenen Kinematik, die allesamt aus der Feder des ehemaligen XC-Profis Thomas Still kommen. So wurde jeder STOLLL Rahmen speziell für jeden Kunden von Hand bei BIKE AHEAD in Deutschland gefertigt – mit für die Vorlieben, das Gewicht und die Fahrweise optimiertem Layup für mehr Robustheit, minimales Gewicht, oder ein Maximum an Steifigkeit. Wir hatten euch die Firma STOLL und ihre Bikes hier schon mal vorgestellt haben.
Weil es trotz aller Versuche beiderseits bisher leider nie mit einem echten TNI-Test geklappt hat, habe ich die Gelegenheit genutzt um eines dieser individuell aufgebauten Bikes auf eine kurze Tour zu entführen. Wie eine  Erfahrungen dabei waren und was sonst noch so alles an Feinheiten in dem Rahmen stecken lest ihr schon bald hier.

*********************************************************************
POLE Machine

Schon seit seiner erstmaligen Vorstellung habe ich mich auf den Tag gefreut, an dem ich das POLE Machine erstmals fahren würde. Nicht nur weil ich die Geometrie dieses ultraprogressiven finnischen Bikes sehr spannend finde, sondern weil es zugleich fertigungstechnisch absolutes Neuland in der Bikebranche betritt. So wird der Rahmen aus nur wenigen Teilen aus einem massiven Alublock gefräst, verschraubt und verklebt. Während die Geometrie und die eigene VPP-Kinematik, gegenüber dem mir bereits bekannten Evolink 140 EN nicht allzusehr verändert wurden – lediglich der Federweg ist auf 160 mm am Heck und 180 mm an der Front angewachsen – war ich doch sehr neugierig wie sich dieses in jeder Hinsicht außergewöhnliches Bike wohl fahren würde.
Und nach zwei rasanten Abfahrten den Skull-Trail runter kann ich euch sagen: Diese Teil hat es in sich und ist nicht nur optisch einzigartig!

*********************************************************************
ALUTECH 
Tofane 2.0 und Cheaptrick

Natürlich hat die Zeit nicht ausgereicht um alle 29er Bikes der Messe selber zu fahren und so musste ich es bei manchen nich minder spannenden 29er bei ein paar Bildern belassen.  Als solche habe ich mir gleich zwei neue 29er deutschen Bikeschmiede ALUTECH angeschaut. Das hier bereits kurz vorgestellte Cheaptrick Hardtail (oben rechts) das wir demnächst zu einem Test reinbekommen werden und das  Tofane 2.0 (oben links in einem von der Serie abweichenden Spezialaufbau), das ich ja als Prototyp bereits letztes Jahr fahren durfte. Letzteres ist nun auch in Produktion und die ersten Rahmen/Bikes werden bereits ausgeliefert. Beide Bikes mit einer tollen Formgebung und einem für die Ausstattung erstklassigen Preis.

*********************************************************************
BOLD Unplugged (Prototyp)

Letztes Jahr hatte ich ja das Privileg ein Linkin Trail LT der schweizer Edelschmiede BOLD als Testplattform zu fahren. In Riva hatte ich die Chance den Prototypen eines noch aggressiveren BOLD zu sehen. Optisch ist der Prototyp, der auf den Namen Unplugged hört, mit seinem im Rahmen versteckten Dämpfer zwar an die bestehenden Linkin Trail Bikes angelehnt, ist aber eine  komplette Neuentwicklung bei der keine Optimierungsmöglichkeit ausgelassen worden ist.  So verfügt das Unpplugged nicht nur über 160-180 mm an der Front und etwa 165 mm am Heck und eine sehr progressive Geometrie, es hat  auch ein paar nicht sofort sichtbare Technologien integriert, die dem Fahrer neue Möglichkeiten der Geometrieoptimierung bieten. Auch dieses Bike, das im Sommer in Serie gehen soll, werde ich euch demnächst genauer vorstellen.

*****************************************************************
Komponenten

 

In  Sachen Laufrädern gab es natürlich so einiges zu sehen. Am spannendsten aber waren zweifelsohne diese beiden oben abgebildeten Neuheiten:
Links oben das Silverston SL von SCOTT, ein ultraleichter, hochinnovativer XC-Laufradsatz  bei dem die Felgen, Naben und Speichen komplett aus Carbon bestehen und fest verbunden sind (Bild von SCOTT).
Das zweit Laufrad-Highlight  waren die zugfeste und sehr robuste Faserspeichen der noch jungen Chemnitzer Firma PIROPE (recht oben), die anstatt der üblichen Stahlspeichen Neben und Felgen verbinden. Weil diese Speichen ungleich leichter sind kann man auf diesem Wege richtig Gewicht einsparen und zugleich die Haltbarkeit erhöhen – nach eigenen Aussagen ergibt sich  je nach Konfiguration eine Gewichtseinsparung von bis zu 140 g pro Laufradsatz. Und weil man bei den übrigen Komponenten (Naben und Felgen) auf bestehende Produkte einsetzen kann, die nur modifiziert wurden, bleibt der Mehrpreis dafür überraschend gering.  Mehr zu den wirklich spannenden Laufrädern bald hier.

 

MAGURA feiert dieses Jahr das 125-jährige Firmenjubiläum und hat deswegen eine ganz besondere Bremse aufgelegt. Die    Jubiläumsbremse MT1893 basiert dabei auf der MT7 Gravity-Bremse, hat aber zusätzliche den multiverstellbaren HC3 Griffe und wunderschön blankpoliert 4-Zylinder Bremssättel erhalten. Jede der auf 1893 Stück limitierten Exemplare hat eine Seriennummer aufgelauert. Optisch ist das Teil schon mal eine Augenweide und mit der Technik der MT7 bestimmt auch auf dem Trail der Hammer. Wer sich diese besondere Bremse zulegen will, und das Glück hat noch eine zu finden, muss dafür 599.- Euro berappen, fährt dafür aber auch ein Stück deutscher Firmengeschichte am Bike.

Am Stand von FOX RACING SHOX konnten ich zum ersten Mal eine der bisher noch sehr seltenen Float 49 DH-Gabeln in den Händen halten – ein echtes Monster, wenn man es mal vor sich hat – und die erst vor kurzem vorgestellten MARZOCCHI Gabeln begutachten. Man hat uns bereits eine BOMBER Z1 im 29er Format zum baldigen Test zugesagt.

 SQ-LAB hat in Riva eine neue Griffserie vorgestellt, die eher auf die Trail- und Endurofahrer abzielt und neben der Ergonomie auch hervorragende Komfort- und Dämpfungswerte haben soll. Wir haben bereits je einen Satz mitbekommen und werden sie schon bald auf einem unserer Bikes verbauen.

Noch ganz neue auf dem Markt ist die Carbon-Manufaktur BEAST COMPONENTS aus Dresden. Mit allerlei eigener Technologien produziert man dort nicht nur sehr leichte und zugleich stabile Bike-Komponenten. BEAST sind auch die ersten, die es geschafft haben Komponenten mit gefärbtem Carbon in Serie produziert – zu exklusiven, aber keineswegs überzogenen Preisen.
Natürlich gab es auch eine ganze Reihe von E-Bikes dort zu sehne und auch zu fahren, wie rechts im Bild das brandneue CANYON Spectral.ON (das wenigstens vorne die richtige Laufradgröße hat 🙂 … aber keine Sorge, darüber werden wir im Rahmen dieses BIKE Festivals’18 nicht berichten. Soviel um euch Appetit zu machen, was ihr in den kommenden Tagen hier alles erwarten dürft …

RIDE ON,
c_g