DARTMOOR Bluebird EVO 29 – Testintro: von MiMü

Zugegeben, die polnische Bikeschmiede DARTMOOR zählt hierzulande noch nicht so bekannt,. Als Herteller mit interessanten 29ern war DARTMOOR uns jedenfalls noch nie aufgefallen. Umso erfreulicher war es auf der Eurobike gleich zwei neue 29 Bikes am Stand des deutschen Importeurs Trailtoys zu finden … und eines davon, das Bluebird 29EVO des Modelljahrs 2019, schon kurz darauf  zum Test zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Warum uns das Bluebird 29, das seit 2018 neben der 27,5er Version auch als 29er im Portfolio der Polen zu finden ist bisher nie aufgefallen ist? Keine Anhnung, aber mit diesem Test holen wir diese Lücke ganz geschwind wieder auf.

Mit dem Credo „Ride Your Way“ bietet DARTMOOR neben Komplettbikes aud diversen Spielarten unseres Sports auch noch eigene Komponenten, Bekleidung und Protektoren sowie Accesoires an. Ein Blick auf die Homepagelohnt sich auf jeden Fall. Eines, das sich DARTMOOR Ebenfalls auf die Fahne geschrieben hat ist, dass ihre Bikes sich weniger durch Technologien und edle Komponenten auszeichnen sollen, sondern durch ihre zuverläaaige Funktion und ihren hohen Spaß-Faktor.

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Rahmendetails

Das hier vorgestellte Modell DARTMOOR Bluebird 29 des kommednen Jahrgangs basiert auf einem, sauber verarbeitenden 6061er Aluminiumrahmen mit trailorientierten 130 mm Federweg. Interessant ist, dass man sich bei der Kinematik ganz bewußt für einen Eingelenkes-Hinterbau entschieden hat.

Der dreht sich für mehr Steifigkeit bei gleichzeitig hoher Haltbarkeit um eine massive Achse mit 17 mm Durchmesser und groß dimensionierte Industrielager. Den Drehpunkt positionierte DARTMOOR etwa In der Höhe des Einfach-Kettenblattes und ein enig vor dem Tretlager, um eine ideale Kombiantion aus Anti-Squat und Antriebsneutralität zu erreichen. Die Verbindung zwischen Dämpfer und hinterer Aufnahme wird beim Bluebird durch ein eigens entwickeltes geschmiedetes Alu-Yoke hergestellt, wodurch es DARTMOOR möglich ist ein durchgehendes, gerades Sitzrohr zu verwirklichen. In Zeiten immer länger bauender Dropper Posts ein nicht zu vernachlässigendes Detail. Überhaupt ist der Hauptrahmen auffällig „straight“ mit durchgehend geraden Rahmenrohren, die zwar durch Hydroforming in ihrem Querschnitt variieren, ansonsten aber recht schnörkellos daher kommen. Lediglich das konische Steuerrohr ist etwas stärker geformt. Auch mit seinem Boost-Hinterbau ist das getestete Bluebird 29 nur mit 29“ Laufrädern kompatibel. Die sollen allerdings mit maximal 2,6“ Reifenbreite richtig viel Plartz haben. Das Bike könnte theoretisch auch mit schmäleren 27,5+ Pneus gefahrne werden, DARTMOOR siehr das Bike aber wirklich als „29er-only“.

 

Des Weiteren bietet der Rahmen noch alle anderen aktuellen Standards wie Tapered Steuerrohr, Stealth-Dropperpost-Anlenkung. Beim Tretlager vertraut DARTMOOR auf ein klassisches, geschraubtes BSA-Lager mit 73 mm Breite. Sogar an eine ISCG05-Aufnahme hat man gedacht, was für ein Trailbike deisen Federwegs keineswegs selbstverständlich ist. Die Schaltzüge sowie die Brems- und Dropperpost-Leitungen laufen gut aufgeräumt auf dem Oberrohr und verlaufen dann über die Sitzstreben zu HR-Bremse und Schaltwerk.  Durch die Anzahl und Verteilung der aufgeschweißten oder geschraubten Führungen wirkt das ganze aber recht stimmig.

Lediglich im Fall der großen Freistrecke zwischen Unterrohr und Sitzstreben, wirkt weniger gelungen. Hoffentlich hat dieser Bereich, wo die Leitungen ja auch durch die Federbewegung keine Einfluss auf die Schaltperfromance. Als Steinschlagschutz dient am Unterrohr eine dicke, durchsichtige Klebefolie. Weil der Rahmen nur für 1-fach Antriebe ausgelegt ist, ist eine Umwerfermontage nicht möglich. Eine Trinkflasche findet im Rahmendreieck wegen des horizontal mittig verbauten Dämpfers leider keinen Platz. Die heutzutage ungewöhnliche IS-Aufnahme unseres Testrahmens wird in Serie einer zeitgemäßen Post-Mount Aufnahme für 160 mm weichen. DARTMOOR gibt ein Rahmengewicht von 3,15 kg für den Rahmen ohne Dämpfer an.

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Geometrie

Die Geometrie des Bluebird 29 kann man ohne weiteres als modern bezeichnen. Ein 66°flacher Lenkwinkel sollte für hohe Laufruhe sorgen, der 76° steile Sitzwinkel für eine effektive Tretposition und dadurch vermutlich einen satten Vortrieb. In der getesteten Rahmengröße L beträgt die effektive Oberrohrlänge 612 mm bei einem Reach von 460 mm. Allen drei verfügbaren Rahmengrößen (Medium, Large und X-Large) gemein ist die mit 820 mm angegebene Überstandshöhe sowie die mit 439 mm mäßg langen Kettenstreben. Gleichzeitig soll das niedrige Tretlager (BB-Drop von 34 mm) für eine hohe Fahrstabilität und eine sehr gute Integration des Fahrers ins Bike sorgen. Wer sich die Geometridaten des 2018er DARTMOOR Bluebirds ansieht, erkenns, dass s sihc beim 2019er Modell um ein komplett anderes Bike handelt.

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Ausstattung

Für die Federungsperformance unseres Testbikes zeichnen sich alte Bekannte aus dem Hause ROCK SHOX verantwortlich. An der Front werkelt eine Revelation RC Boost Gabelmit 140 mm Federweg (in Serei wird es eine Recon RL sein), den Hinterbau hält ein Monarch RL Dämpfer im Zaun. Der Rahmen selbr ist für Federgabeln zwischen 130 und 150 mm freigegeben.

 

 

Geschaltet wird mit einer Kombination aus SRAMs NX 1×11 Gruppe, einer hauseigenen DARTMOOR Tribe Alu-Kübel (175 mm Länge), die mit einem SRAM 28-Zahn Direct-Mount Kettenblatt ausgestattet ist. Hinten sorgt in Serie eine 11-46 Zahn Kassette von SUNRACE für die gewünschte Übersetzungsbandbreite, wobei unser Testbike mit einer nicht ganz so kletterfreudigen 11-42 Kassette vorlieb nehmen muss. Das geschraubte BSA-Tretlager stammt ebenfalls von DARTMOOR selbst. Die SRAM Level T Bremsanlage kommt mit zum Einsatzbereich passenden 180 mm Scheiben.

Als Dropper Post kommt eine sonst nur selten verbaute X-FUSION Manic mit 150 mm Absenkung zur Verwendung. Der Remotehebel kann nicht nur in der Entfernung zum Daumen angepasst werden, sondern läßt sich dank einer Kugelaufnahme auch stufenlos in der Neigung variieren. Das gute Stück wirkt im Erstkontakt wirklich vielversprechend.

Die restlichen Komponenten stammen durchwegs von DARTMOOR selbst: Die Lenkzentrale besteht aus einem 50 mm kurzen TrailVorbau, der einen 780 mm breiten Tornado-Lenker mit 31,8 mm Durchmesser klemmt, beides in matt-schwarz mit glänzend-schwarzen Schriftzügen. Die farblich zum Rahmen passenden Griffe mit einseitiger Schraubklemmung hören auf den Namen Maze.

  

Der Laufradsatz setzt sich aus DARTMOOR Reel-Boost-Naben und den Cruiser-Felgen (35 mm Maulweite) zusammen, auf denen SCHWALBE Smart Sam Performance Addix Compound in der angesagten Größe 29×2,6“ montiert sind. Während man beim Vorgänger letztes Jahr noch auf 29×2,35 Hans Dampf gesetzt hat, will man diese Jahr mit dem leicht rollenden und deutlich zahmeren Smart Sam wohl eher die Toureneignschaften betonen. Der Reifen ist übrigens so neu, dass er noch nicht einmal auf der offiziellen SCHWALBE-Homepage zu finden ist. Ab Werk wird das Bluebird 29 mit Schläuchen ausgeliefert, Reifen und Felgen sind aber uneingeschränkt tubeless ready. Zu Guter letzt fehlt nur mehr der Sattel, und auch hier greift man mit dem Trail Racingin 129 mm Breite auf ein Modell aus eigener Fertigung zurück.

Mit nachgewogenen 15,1 kg Gesamtgewicht (ohne Pedale) in Rahmengröße L stellt das Bluebird 29 sicher kein Leichtgewicht dar, aber wenn man bedenkt, dass das Basismodell bereits über eine Serienmäßige Dropper stütze verfügt, auf so breiten Raifen rollt und dabei gerade mal 2399.- Euro kostet, wirkt das DARTMOOR Bluebeird EVO gar nicht so übel.
Alternativ gibt es das Bluebird 29er noch in der PRO Version, mit FOX Rhythem 34er Federgabel, Float DPS Dämpfer und kompletter SRAM NX Eagle 1×12 Gruppe, sowie WTB Trail Boss 29er Reifen für ebenfalls sehr vernünftige 3149.- Euro. Für einen Custom-Aufbau gibt es auch noch den Rahmenkot für 899.- Euro (ohne Dämpfer).

Ein optisch gelungener Rahmen, eine moderne Geometrie und funktionelle, durchdacht gewählte Komponenten – das DARTMOOR Bluebird 29 dürfte ein spannendes Testbike der Einsteigerklasse werden. Speziell die Kombination aus trallastigem Federweg und den 2,6er Reifen finde ich persönlich interessant, auch wenn der SCHWALBE Smart Sam im Stand doch etwas zu zahm und für grobes Gelände erscheint. Die vielen von DARTMOOR selbst entwickelten Bike-Parts wirken optisch sehr wertig und dürfen ihre Funktionalität im Testverlauf unter Beweis stellen. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, wie sich das DARTMOORs Bluebird EVO 29 auf dem Trail schlagen wird.

MiMü 

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Ps: Neben dem Trailbike Bluebird 29er gibt es von DARTMOOR noch ein weiteres 29er Fully, das Blackbird 29, das ich mir ebenfalls auf der Eurobike ’18 ansehen habe. Mit 160 mm Federweg an Front und Heck, der passenden Geometrie und einer dementsprechend aggressiven Ausstattung stehen die Zeichen des Bikes klar auf Enduro.

Optisch wirkt der Rahmen zwar recht ähnlich wie sein Trail-Geschwisterchen, ist aber ein komplett eigenes Bike. Auch hier gibt es zwei Versionen zu 2499.- Euro (Blackbird 29 Intro) bzw. 3149.- Euro für die EVO Variante. Der Rahmenkit liegt auch hier bei 899,- Euro ohne Dämpfer.