SIXSIXONE Recon Knee Leichtprotektoren – Praxistest: von MiMü

Designed by Darth Vader“ – mit diesem Slogan könnte SIXSIXONE seine leichten Trail-Protektor Recon nicht treffender bewerben. Optisch jedenfalls wirken die Teile wie der StarWars Saga entsprungen. Ob man sich damit auf dem Bike auch wie einen Klonkrieger fühlt sagen wie euch hier …

0 661 Recon Knee 00 661 Recon Knee_back

Unsere nur Testmuster der SIXSIXONE Recon Knieprotektoren in Größe L wirkt durch seine Bauart eher wie ein Beinling mit nachträglich aufgenähten Schutzelementen als ein echter Protektor. Auch das sagenhaft gerine Gewicht von gerade mal 156 g für das paar wirkt zuerst wenig vertauenserweckedn was die Schutzwirkung angeht.

1 661 Recon KneeAber die Zielsetzung bei der Entwicklung war es letztendlich die bestmögliche Kombination aus geringem Gewicht bei möglichst hoher Schutzwirkung. Herausgekommen ist ein aus Lycra gefertigter Knieschützer, der das Knie und die obere Schienbeinregion mittels segmentierter XRD-Elemente bei Stürzen vor Schlimmerem bewahren soll. Durch die kreuzförmige Anordnung der Protektorflächen sind zusätzlich auch noch die beiden Flanken des Kniegelenks wirkungsvoll geschützt. Bei XRD handelt es sich im Übrigen um einen Polyurethanschaum, der im Normalzustand weich und flexibel ist, sich im Falle eines Aufpralls aber blitzartig verhärtet und dadurch die auftretende Energie absorbieren bzw. minimieren soll.

Rückseitig ist der Recon Knee aus luftigem Mesh-Material gefertigt, was die Schützer noch tragefreundlicher machen dürfte. Unterhalb der offen gestalteten Kniekehle sorgt ein zusätzliches, strafferes Gummiband für ordentlichen Sitz am Wadenansatz, die beiden elastischen Endbündchen sollen durch den großflächigen Einsatz von Silikon Prints am Verrutschen gehindert werden. Mit Hilfe eines PADLOCK genannten Druckknopfs könnte man den Recon Knee mit der SIXSIXONE eigenen Evo Short verbinden, damit wäre jegliches Verrutschen dann wohl endgültig eliminiert.

4 661 Recon Knee

SIXSIXONE bietet die Recon Knie in vier Größen von S bis XL  an, wobei der Schützer eher klein geschnitten ist. Im Zweifelsfall würde ich dazu raten eher die nächstgrößere Variante zu nehmen, denn als normalweweise Med-Fahrer saß selbst der Recon in Large eher straff am Bein. Der offizielle VK des SIXSIXONE Recon liegt bei 75.- Euro, aber wer sihc etwas umsieht findet sie online bereits deutlich günstiger.

***************************************
Praxiserfahrungen

„Anziehen und vergessen“ damit läßt sich der SIXSIXONE Recon Knee am besten beschreiben. Sein leichter Aufbau mit den flexiblen XRD-Segmenten macht ihn auch nach Stunden noch zu einem komfrtablen und vollkommen unauffälligen Zeitgenossen. Das recht straffe Gummiband unterhalb des Kniekehlenauschnitts ist anfangs zwar recht deutlich spürbar, mit der Zeit vergisst man das aber, die beiden Abschlußbündchen sind angenehm straff, aber nicht einschneidend.

13 661 Recon Knee 3 661 Recon Knee

Die weichen XRD-Schutzelemente stören weder beim Pedalieren noch bei längeren Gehpassagen. Dank der großzügig angebrachten Silikon Prints an den Bündchen bleiben die Schützer rutschfrei an ihrem Platz. Nicht einmal nach häufigem Auf- und Absitzen oder Stufensteigen im technischen Terrain konnte ich je ein Verrutschen bemerken.

14 661 Recon Knee ActionZudem bleibt die Wärmeentwickung dank Lycra und Mesh angenehm gering, was den SIXSIXONE geradezu prädestiniert für Touren und Trailrides an heißen Sommertagen.
Weil die Protektoren von vorne aber doch wärmen sind sie auch an Regentagen und bei kühler Witterung sehr angenehm zu tragen. Durch seine flache Bauweise kann man den Recon Knee aber auch problemlos unter einen langen Bike-/Outdoorhose tragen, wodurch er selbst im Herbst oder Winter ideal einsetzbar ist.

12 661 Recon DefektDa ich gerne mit Flatpedals unterwegs bin, war ich gespannt wie widerstandsfähig sich das Material gegenüber den Pins verhält. Und erwartungsgemäß war es dann so, dass das leichte und dünne Mesh-Material schon früh im Test, nach einer kurzen Gehpassage zwei kline Löcher zeigte. Mit Nadel und Faden könnte man diese kleinen Kampfspuren aber problemlos beseitigen. Wer nur mit Klickpedalen unterwegs ist, dürfte unter sochen eher kosmetischen Defekten kaum zu leiden haben.

11 661 Recon ActionEinzig störend empfand ich die Tatsache, dass zum An- und Ablegen der Protekoren auch die Schuhe ausgezogen werden müssen – ein Punkt, den aber die meisten Protektoren teilen. Durch seinen äußerst hohen Tragekomfort ist man ohnehin nur selten versucht die beiden Schützer bei jedem Uphil oder der Hüttenrast abzulegen.
Ich hatte während des Tests zwar nie die Notwendigkeit die Schutzzwirkung in einem echten Crash auszuprobieren – Gott sei Dank J – aber die Situationen in denne ich mich mal schnell mit dem Knie abstptzen musste und gestellte Schlagversuche haben mir gezeigt, dass die Leichtprotektoren durchaus in der Lage sind das Knie bei kleineren Impakts und vor allem vor Abschürfungen effektiv zu schützen.

*****************************

Zusammenfassung: Der SIXSIXONE Recon konnte mich in unserem Test als tourentaugliche Leichtprotektoren voll überzeugen. Ihr angenehm straffer, rutschfreier Sitz, das geringe Gewicht und zudem eine auffällige Optik machen ihn zu einem interessanten Protektorkandidaten, den sich auch Tourenfahrer genauer ansehen sollten.10 661 Recon Action

Dank seiner schlanken Bauart und den flexiblen Schutzelementen läßt er sich klein zusammenlegen und braucht dadurch nur wenig Platz im Rucksack und ist so immer bereit, wenn man sich einer Abfahrt stellt. Selbstverständlich darf man von dem Leichtgewicht nicht sie selbe Schutzwirkung und Haltbarkeit erwarten, wie von schwereren Protektoren, aber die haben gerade unter Tourenfahrern ja gern die tendenz öfter zuhause zu liegen.

MiMü