GEAX Goma 2.25“ TNT Reifen – Testintro: von c_g

1 GEAX Goma

Kürzlich direkt aus Italien bei uns eingetroffen – ein Satz der neuesten All-Mountain/Enduro-Reifen von GEAX. Er hört auf den Namen Goma und hat den Anspruch der „ultimative Enduro-Reifen“ zu sein, so Ken Avery, einer der Männer bei GEAX, der für die Entwicklung des Goma verantwortlich ist. Cameron Zink stand Pate bei der Entwicklung. Mittlerweile ist der Begriff Enduro so abgelutscht, dass wir ihn nicht weiter bemühen wollen, aber übersetzt bedeutet er für mich, dass der GOMA definitiv auch für eine wirklich aggressive Fahrweise geeignet ist.

Hier ein paar Worte von GEAX selber dazu:

Erwarte mehr und du bekommst es

Wenn der Trail herausfordernd wird, wenn die Hindernisse mehr werden und schneller kommen dann sind die Geax All-Mountain Reifen die richtige Wahl. Robuster und direkter und mit einem fortschrittlichen Gummi-Compound und hochentwickelten Profil um auf jedem Trail  die Kontrole zu behalten.

Der Goma ist der ultimative Enduro Race Reifen:

  • Multi-direktionale Einschnitte für zusätzliche Kanten zusammen mit dem Sticky Compound sorgen für maximalen Grip.

  • Die angeschrägten Vorderkanten sorgen für niedrigen Rollwiderstand, während die Bremskanten ununterbrochene Kontrolle bieten.

  • 
Optimierte Stollenabstände für eine hohe Vielseitigkeit.

Alles in allem hört sich das wie ein spannender Reifen an, oder?

GEAX gibt für den GOMA eine sehr hohe Vielseitigkeit an – egal ob sandig, trocken, felsig oder sogar weiche, nasse Böden (so die Symbole in der Beschreibung hier) – der Goma bekommt zu allem eine sehr hohe Eignung. Ein hoher Anspruch, den bisher nur sehr wenige Reifen wirklich erfüllen konnten.

3 GEAX Goma

Das PROFIL jedenfalls sieht schon mal vielversprechend und auch spannend aus. Die Stollen sind für einen All-Mountain Reifen recht niedrig, mit gerade mal 3 mm viel niedriger als etwa beim MAXXIS High Roller (5,5 mm) oder auch dem WTB Vigilante (4,5 mm). Viele und nicht zu weit stehende Stollenpaare auf der Lauffläche und ebenso flache Schulterstollen, die zusätzlich auf der Innenseite gestuft sind.
Alle Stollen sind  flächig gestaltet und haben so kaum Potential um abzuknicken oder unter Last viel zu flexen. Wie heute bei den aggressiveren Reifen oft, hat auch der Goma keine Übergangsstollen, d.h. zwischen der Lauffläche und den Schulterstollen ist eine breite Lücke.
Der Querschnitt ist eher rund, einfach weil die Mittelstollen immer in Paaren angeordnet sind und die Schulterstollen sich ebenso flach mit der Karkasse zur Seite neigen – Ein Effekt, der trotz des sehr breiten Wide Lightning Felge noch deutlich zutage tritt.

Auf der Seitenwand steht „Sticky Compound“ zu lesen – was nach den Tech-Angaben auf der GEAX Webseite ein 50 Shore A Compound bedeutet, das speziell für maximalen Grip formuliert ist.

-> Zusammenfassend vereint der Goma damit ein niedriges und angeblich sehr schnelles Profil, mit speziell konstruierten Stolenkanten für maximale Kontrolle und Grip und noch dazu ein besonders traktionsstarkes Compound auf einer gleichermaßen robusten wie leichten Karkasse. Vielversprechend, oder?

Hier noch ein paar Worte zum „Schlauchlos-Thema“:

4 GEAX Goma

GEAX gehört zu den wenigen Reifenherstellern, die schon sehr früh auf tubeless-ready gesetzt haben und hat dafür die TNT-Karkasse entwickelt hat. Essentiell ein UST-Reifen ohne die schwere und luftdichte Butyl-Lage, aber eben mit der voll UST konformen Wulst und als smarter Move von GEAX  mit einer zweiten Textillage an den Seitenwänden für mehr Stabilität bei niedrigen Drücken und besseren Pannenschutz. Wie alle TNT Reifen ist auch der Goma durch den plakativen Sticker und die grauen Flanken bereits optisch zu unterschieden.
Ich bin schon einige der GEAX TNT Reifen gefahren und fand sie jedes mal klasse, auch wenn sie nie den Anspruch echter Leichtgewichte erfüllen. Der Goma TNT 2.3 macht hier auch keine Ausnahme. Bei einer stattlichen Breite von 58,5 mm auf der AMERICAN CLASSIC Wide Lightning (hier eigens im Test) kommt er  auf 865/876 g (Herstellerangabe 800 g)  – merklich  schwerer als der kürzlich getestete WTB Vigilante (hier) oder auch schwerer als die bisherige Referenz SCHWALBE Hans Dampf Snakeskin EVO mit durchschnittlich 840 g.

An einem Punkt hatte GEAX in den letzten Jahren immer eine Sonderstellung (zusammen mit den WTB TCS Reifen) – der Sitz der Reifenwulst, die nur auf echten UST- und UST-konformen Felgen passte, was diverse Hersteller fast schon von vornherein ausgeschlossen hat. Nicht selten waren die GEAX TNT Reifen nur mit Mühe zu montieren … doch wie kürzlich bereits beim WTB Vigilante TCS, war die Montage der Goma TNT auch auf der AMERICAN CLASSIC Wide Lightning Felge kein Problem. Eine stramme aber problemlose Montage ganz ohne Reifenheber und ein schlafwandlerisch einfaches Aufpumpen mit der Standpumpe. Ich bin mir dabei noch nicht ganz sicher, aber wie es aussieht hat sich auch GEAX bewegt und den Sitz ihrer Reifen etwas gelockert. Ein tubeless-ready Standard scheint in Sichtweite.

Die TNT Version des GEAX Goma kostet € 47,95. Daneben gibt es noch eine als Standard-Faltreifen (€ 42,50) und als Drahtreifen (€ 24,95), sowie alle drei Versionen in der Breite 2,4“ (identische Preise für beide Breiten).

5 GEAX Goma

Soweit zum Intro der GEAX Goma 29 x 2.25 TNT Reifen – dem Reifen, von dem GEAX selbt behauptet, dass er sehr vielseitig und der utimative Enduro-Reifen wäre. Mittlerweile ist er ja bereits auf dem ROCKY Instinct montiert … mal sehen wie er mit den wechselnden Verhältnissen des Frühjahrs und erdigen Böden hier zurecht kommt.

Bald mehr dazu …

RIDE ON,
c_g