29er siegen bei wissenschaftlichem Vergleich

Kürzlich veröffentlichte SCHWALBE die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie, die man bei der Deutschen Sporthochschule in Köln zum 26“/29“-Formatvergleich in Auftrag gegeben hatte. Für uns nicht wirklich überraschend, fielen die Ergebnisse deutlich zugunsten der Big Wheels aus … aber jetzt haben wir´s auch wissenschaftlich belegt.

Hier der Text von SCHWALBE:

„Twentyniner sind die Überroller der Stunde. US-Medien machen die Bikes mit den großen Rädern in den USA fast 50% des MTB Marktes aus. Aber haben die 29er auch messbare Vorteile, oder sind die ein Marketingcoup der Industrie? Schwalbe gab dazu eine Untersuchung bei der renommierten Deutschen Sporthochschule (DSHS) in Köln in Auftrag. Die Studie ist weltweit der erste wissenschaftliche Systemvergleich der beiden Laufradgößen.

Um den Einfluss der Laufradgrößen auf das Fahrverhalten zu untersuchen, testete Studienleiter Dr. Achim Schmidt vom Institut für Natursport und Ökologie der DSHS verschiedene Aspekte sowie das Fahrverhalten.

Das herausragende Ergebnis der Studie ist die Überlegenheit der 29er bei allen sieben Kriterien im Geländeparcours“, bewertet der Radsportexperte. 50 Sportstudenten, die nicht wussten welche Laufradgröße sie fuhren, beurteilten Sicherheit bergab, stabiles Fahrverhalten, Komfort, Überschlagsangst, Grip bergauf, und Linienwahl bergab signifikant besser. Doch in der Gesamtbewertung relativiert sich das Urteil. Als die 50 Probanden gefragt wurden, welches Bike sie kaufen würden, wählten 29 Studenten die 29er und 21 die 26er.Die Wahl fiel ganz nach individueller Vorliebe aus – wer Wendigkeit die höchste Priorität einräumte, entschied sich für 26 Zoll. Wer auf Sicherheit setzte, wählte die 29. „So gibt es zwar deutliche Unterschiede in den Einzelbetrachtungen, das Gesamtbild ist jedoch nicht so eindeutig“, stellte Josef Viellehner, Mitarbeiter der Studie, fest.

KLAR ÜBERLEGEN BEIM ROLLWIDERSTAND
Fakten statt Fahrgefühl zählten bei den Rollwiderstandsmessungen. Auf Asphalt, Schotter und Asphalt mit Hindernissen lagen die Twentyniner solide vorn. Am deutlichsten zeigte sich der Unterschied der Antriebsleistung bei niedrigem Druck (1,5 bar) auf Asphalt: Er lag bei beachtlichen 7,9 Watt! Nur noch 1,9 Watt lautete der Unterschied bei 3,5 bar. Je höher der Druck desto mehr gleichen sich auf glattem Asphalt die Leistungen bei beiden Systemen an.  Ähnlich, wenn auch nicht so stark differenziert, fielen die Systemunterschiede bei den anderen Untergründen aus. Diese Ergebnisse wurden in Labortests bestätigt. Schmidt: „Die war aufgrund der physikalischen Gegebenheiten zu erwarten – ein kleinerer Reifen verformt sich stärker und wird dadurch unrunder als ein großer Reifen. Das kostet beim Rollen mehr Energie.“

Es gib einige die deutlich für die 29er sprechen“, resümiert Achim Schmidt.„Jedoch sind nicht alle Unterschiede messbar. Der Rollwiderstand und das Fahrgefühl spielen eine bedeutende Rolle. Die leistungsorientierten Biker profitieren am stärksten vom Rollwiderstand , wohingegen der Anfänger die gutmütigen Fahreigenschaften zu schätzen weiß. Die 29er haben in technischer Hinsicht ihre Berechtigung bewiesen und werden sich als eine Alternative zum 26er etablieren.“

 

…. wir wussten es doch schon immer, oder? 😉